Die schwarze Kunst der Programmierung: oder wie man etwas ganz Schwieriges lernt, ohne zu verzweifeln, wie das berüchtigte C++
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- Amazon-Verkaufsrang: #134836 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2006-12-01
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 255 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Wenn man an Programmierung denkt, so denkt man an so etwas Finsteres wie Relativitätstheorie, Quarks, höhere Mathematik. Und wirklich - schlägt man eins jener Bücher auf, die behaupten, die Kunst der Programmierung zu lehren, so begegnet man kryptischen Zeichen, mag es so scheinen, als ob Programmierung etwas fürchterlich Kompliziertes und Schwieriges sei. Tatsächlich aber ist dies ein Aberglaube, eine Art Schwarzkünstlermagie, ist alles ganz anders, und viel, viel einfacher, als man denkt.
In diesem Sinne erzählt das Buch anhand von vielen kleinen grotesken Geschichten, Märchen und absurd-amüsanten Gedankenexperimenten, was es mit der Computerei auf sich hat. Und ganz nebenher erlernt man eine so "komplizierte" Hochsprache wie C++ (die man sich als das Latein der Programmierung denken kann).
Unter lauter Nullen eine Eins zu sein, nein, das ist wirklich nicht schwierig.
Kundenrezensionen
Mehr C++ wagen
Ich bin rein zufällig über dieses unter dem Pseudonym Fibelkorn veröffentlichte Buch gestolpert und habe mich vom Klappentext zunächst einmal spontan angesprochen und geschmeichelt gefühlt. Dort ist nämlich unter anderem die Rede von den vielen Autodidakten, die mit teilweise beachtlichem Erfolg über Jahre hinweg brauchbare Sachen programmieren, dabei aber immer einen etwas verschämten Bogen um das vermeintliche Erwachsenenspielzeug C++ machen. Bei mir ist es nicht anders gewesen; ich habe das Thema zwar immer wieder mal angepiekst, mich aber jedesmal von zuviel Respekt gegenüber Pointern und dergleichen einschüchtern lassen. (Und zum Glück gibt es ja Sprachen wie Java oder gar PHP, da muß man das alles ja gar nicht wissen. Oder?) Der Autor behauptet, den Lesern in lockerem Erzählstil verpackt echtes Grundverständnis (damit ist nicht "Hello Word" gemeint) für die Programmierung zu vermitteln und nebenbei auch noch die Sprache C++ einschließlich aller wichtigen Prinzipien beizubringen. Kurzentschlossen eingepackt, bereue ich den Kauf nicht im geringsten.
Auf den ersten zehn, fünfzehn Seiten dachte ich, hui, bei allem Humor, hoffentlich kriegt er die Kurve zum Thema. Es stellte sich aber bald heraus, daß es tatsächlich zunächst um grundlegendes Verständnis geht, das mit der Sprache kommt irgendwann von selbst. Mancher zunächst leicht wirr erscheinende Einwurf taucht später als Aha-Effekt wieder auf. Aufgehängt ist das ganze Buch als Story um den Oberpatriarchaten eines mächtigen Bürohochhauses. Dieser wird eines Tages auf die Notwendigkeit guter Programmierkenntnisse gestoßen und läßt daraufhin von seinem grobschlächtigen Leibwächter einen langhaarigen "Programmierergott" zur Schulung überreden. Das Buch ist kapitelweise angelegt als recht amüsanter Dialog zwischen dem ungeduldigen und zunächst verständnislosen Firmenboss und dem coolen Lehrer. An jedem Kapitelende findet sich eine stichpunktartige Zusammenfassung, immer angereichert um einige passende neue Informationen, die aufgrund des Vorangegangenen unmittelbar einleuchten.
Ich muß aber auch zugeben, daß ich eine leichte Schwäche für das Groteske habe, das erleichtert sicherlich die Lektüre. Denn dort wird gerne mal vom Autor in der Rolle des Programmierergottes mit dem Finger geschnipst, und mit Paff und Blitz tauchen merkwürdige kleine Männchen auf, die ohne einen Schnaps schon mal gar keine Auskunft geben, ganz zu schweigen von den Tagträumen des Schülers. Außerdem wird bei Gelegenheit noch (dezent) geraucht und gestrippt, was nicht nur ungewöhnlich ist für einen Programmierkurs, sondern überhaupt erstaunlich in unseren merkwürdigen Zeiten. Schaden ist allerdings kaum zu befürchten, Kinder gehören offenkundig und glücklicherweise nicht zur Zielgruppe. Ich fand das Buch jedenfall sehr lehrreich und amüsant.
Der einzige Grund, warum es meiner Meinung nach nur vier Sterne verdient, ist die relativ hohe Zahl der Tippfehler, Buchstabendreher und Wortleichen, die dem Lektorat durchgegangen sind. So etwas läßt einen bei der Lektüre stolpern und bei mir als Leser generell das Vertrauen etwas sinken; zum anderen finden sich leider in den ansonsten sehr anschaulichen Beispielillustrationen kleine Unstimmigkeiten (z.B. teilweise falsche Groß-/Kleinschreibung von Buchstaben bei Bezug auf ASCII-Werte). Das ist umso erstaunlicher, als offenbar eine frühere Version des Werkes unter dem Titel "Das große ABC" (von Martin Burckhardt) im Jahr 2003 in Umlauf war. In diesem Sinne sind dem Buch weitere, durchgesehene Auflagen zu wünschen.
Ein amüsantes Buch über ein interessantes Thema
Ich habe die vorherige Version dieses Buches ("Das große ABC" von Martin Burckhardt) gelesen und fand das Buch sehr interessant. Martin Burckhardt bzw. Fibelkorn ist mit diesem Buch das Kunststück gelungen, eine Verbindung von Humor und einem ernsthaften Thema herzustellen.
Vor allem am Anfang merkt man überhaupt nicht, dass man gerade ein Programmierbuch liest (ich habe mich am Anfang immer gefragt, wann der Vorspann zu Ende ist). Langsam und vorsichtig taucht Fibelkorn dann in das Thema ein und lässt auch keinen Zweifel daran übrig, dass ihm ein grundlegendes Verständnis für die Materie wichtig ist.
Ich habe bisher kein Programmierbuch gelesen, das derart gut geschrieben war, dass man es beinahe mit einem (zugegebenermaßen exotischem) Roman verwechseln könnte. Selbst bei Programmierbüchern für Kinder und Jugendliche es sehr selten, dass ein Buch eine Rahmenhandlung hat, und bei Erwachsenenbüchern erst recht.
Allerdings würde ich das Buch nicht als reines Jugendbuch sehen. Wer einen behutsamen und unterhaltsamen Einstieg in die Programmierung sucht wird hier auf jeden Fall auch fündig, wenn er dem Kindesalter entwachsen ist. Ich würde sogar eher sagen, dass das Buch nicht für (zumindest kleinere) Kinder geschrieben ist. Wenn Sie dieses Buch Ihrem Kind einfach nur so in die Hand geben wird es vermutlich nicht so viel damit anfangen können. Am besten gemeinsam lesen!
Kreative C++-Einführung - aber nichts für Erfahrene
Bücher dieser Art gibt es wohl nicht viele, und der Autor hat Recht, dass sich viele Anfänger im Jungle von Programmiersprachen und -büchern kaum zurechtfinden und bietet hier einen humorvollen, behutsam voranschreitenden Einstieg zu C++, der auch Grundprinzipien der Programmierung erklärt. Für alle, die gerne mal ins Programmieren reinschnuppern wollen und noch nicht so große Vorkenntnisse besitzen, kann ich das Buch nur empfehlen, obwohl der Humor nicht jedermanns Sache ist und die teils stark ausufernden Dialoge und Geschichten (vor allem am Anfang des Buchs) die Frage aufkommen lassen, ob man nicht mehr Zeilen der Erklärung der Sprache widmen sollte.
Für erfahrene Programmierer wird dieses Buch wahrscheinlich wenig Freude bringen, da hier Grundbegriffe und Strukturen wie Varibablen (char, Integer, boolean etc), Arrays, Anweisungen, if-, for- und switch-Anweisungen, Funktionen, Klassen, etc. ausführlich erläutert und selbstverständlich mit eigener Geschichte eingeführt werden. Ich persönlich habe schon einige Erfahrung mit Java und konnte dem Buch nur die C++-Eigenheiten wie Schreibweisen abgewinnen, die ich beim Durchblättern des Buchs in ca. einer Stunde weitgehend gelernt hatte, danach war das Buch für mich quasi wertlos.
Fazit: Kreativer, nachvollziehbarer Einstieg in Programmierung und C++ für Anfänger mit vielen Erklärungen zu Verständnisfragen, die man sich vielleicht bei sehr technischen Programmierbüchern anfangs stellt; für erfahrene Programmierer allerdings zu mühsam (wegen Aufbau) und gleichzeitig zu leicht, zu wenig Inhalt zu C++.




